CONRAD GESSNER

NOMENCLATOR AQUATILIUM ANIMANTIUM, 1560

ORDNUNG IM AQUARIUM

Conrad Gessners „Nomenclator aquatilium animantium“, was übersetzt „Benenner der Wassertiere“ heisst, erschien 1560 als handliche Überarbeitung seines vierten „Thierbuchs“, des lateinischen Fischbuchs.

Während Gessner in den anderen Thierbüchern die Tiere in alphabetischer Reihenfolge beschreibt, geht er im Fischbuch bzw. im Nomenclator systematisch vor. Er unterscheidet Meerwassertiere von Süsswassertieren und stellt Ordnungen auf, die sich vorrangig am äusseren Erscheinungsbild der Tiere orientieren. Auch die durch abenteuerliche Berichte und Bilder bekannten Ungeheuer finden ihren Platz. Am Ende des Buchs folgen Tiere, die sowohl im Wasser wie auch auf dem Land leben.

Jede Abhandlung setzt mit der Benennung des Tiers in verschiedenen Sprachen ein. Es folgen Schilderungen der Lebensart, der äusseren Erscheinung und des Charakters. Abschliessend geht Gessner auf die Verwendung als Nahrungsmittel oder Medikament ein. Jedes Wassertier ist auf einem Holzschnitt zu sehen, wohl einer der Hauptgründe, dass die Thierbücher und der Nomenclator so beliebt waren. Nur wenige Bilder stammen von Gessner selber. Zahlreiche Gelehrte aus ganz Europa schicken ihm Zeichnungen und Beschreibungen, wofür sich Gessner im Vorwort bedankt.

Conrad Gessner
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