ACXTELMEIER, STANISLAUS REINHARD

EBENBILD DER NATUR, 1699

DER AUFTAKT ZU VIER JAHRESZEITEN

In seinem «Ebenbild der Natur» versucht Acxtelmeier, das Naturwissen seiner Zeit einer göttlichen Logik entsprechend zu ordnen. Die Zahl Vier steht in der pythagoreischen Zahlenmystik für die irdische Ordnung. Vier Himmelsrichtungen, vier Mondphasen, vier Jahreszeiten, vier Elemente und vier Körpersäfte halten die Natur im Gleichgewicht. Ihr entspricht im Christentum das heilige Evangelium der vier Evangelisten.

Das Buch umfasst vier mal vier Kapitel. Zu jedem Kapitel gehört ein Kupferstich, auf dem meist vier Tiere und vier Pflanzen abgebildet sind. Über ihre spezifischen Eigenschaften stehen diese Lebewesen in Verbindung zu den vier Elementen und den Gestirnen. Acxtelmeier wählte die Jahreszeiten als oberstes Ordnungsprinzip. Das Buch widmet sich allerdings einzig dem Frühling. Es sollte der erste Band eines Vierbänders werden, dem der Autor viele Jahre später aber nur noch einen Band zum Sommer folgen lässt.

Acxtelmeier versteht sein Werk als eine «Lebensschul». Er wendet sich an Ärzte und Apotheker, aber auch an Künstler, Händler und Handwerker. Sie sollen durch die Lektüre die Welt erkennen und lernen, was sie zu tun und zu lassen haben, um ein gottgefälliges Leben zu führen.

Acxtelmeier
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